Abschiebe-Zentrum: Bereits mehrere Fluchtversuche

Der Abschiebegewahrsam am Flughafen Hamburg, Foto: dpa: Axel Heimken

Im sogenannten Ausreisegewahrsam der Innenbehörde am Flughafen Hamburg hat es bereits drei erfolgreiche Ausbrüche gegeben. Das bestätigte am Freitag ein Sprecher der Ausländerbehörde im Gespräch mit NDR 90,3. Bislang waren die Medien davon ausgegangen, dass die am Donnerstagabend geglückte Flucht eine Asylbewerbers aus Albanien die erste Flucht aus der Abschiebe-Einrichtung war. Die Flucht hatte für eine längere Unterbrechung des Flugverkehrs auf dem Hamburger Airport gesorgt.

http://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Abschiebe-Zentrum-Bereits-mehrere-Fluchtversuche-,flughafen1410.html

Flucht aus Abschiebe-Einrichtung: Keine Spur von Pjeter A.

Erst hatte der 22-Jährige den Flugbetrieb zeitweise lahmgelegt. Und nun verläuft die Suche nach ihm erfolglos.

Hamburg. Der aus einer Abschiebe-Einrichtung am Hamburger Flughafen geflohene abgelehnte Asylbewerber Pjeter A. aus Albanien bleibt verschwunden. Der 22-Jährige sei bisher nicht gefasst worden, sagte eine Sprecherin der Hamburger Innenbehörde am Sonnabend. Die Flucht des Mannes hatte am Donnerstagabend für erhebliche Probleme im Flugbetrieb am Hamburger Airport gesorgt – acht Flüge wurden gestrichen, zwölf waren verspätet.

Ein 24-jähriger Algerier hatte laut Innenbehörde zugegeben, dem Albaner über den Zaun der Abschiebe-Einrichtung geholfen zu haben. Der Albaner hatte seine Flucht offensichtlich gut vorbereitet. So war sein Bett in seinem Zimmer so gemacht, dass es aussah, als würde er dort schlafen, wie eine Sprecherin der Innenbehörde sagte.

https://www.abendblatt.de/hamburg/article212511071/Flucht-aus-Abschiebe-Einrichtung-Keine-Spur-von-Albaner.html

Abschiebung aus Saalfelder Unterkunft

Deportation terror on Roma refugees continues – KURZINFO: Nächtliche Abschiebung einer serbischen Familie aus Saalfeld!

Deportation is the hallmark of the states instigated suicidal terror on refugees to divide and keep us under control.

*22.März. 2016 | 02:00Uhr: *

*Abschiebung einer serbischen Familie aus Saalfelder Unterkunft*

In der vergangenen Nacht von Montag auf Dienstag wurden in Saalfeld mindestens drei Personen aus dem Flüchtlingslager in der Hans-Gottwalt-Straße von der Polizei entführt. Ein mit der serbischen Familie befreundeter Bewohner der Unterkunft hat die brutale Nachtaktion vor Ort mitbekommen und uns heute Nacht diese Nachricht geschickt:

„/Two police cars came with around 15 police men just now at 2 AM to our camp. They sneaked quitely into the house and entered the next room and took the Serbian family (three persons) without letting them to take their stuffs.. clothes, shoes , laptop ..no anything else more than just two small bags .. They police said they will send them back to Serbia now.
They all were crying. The father tried to commite suicide just before we arrived to Saalfeld in 2 weeks. I feel so disgusted and with much dissatisfaction now. I don’t know them directly in persons. But I know that we will never see them again.“/

Außerdem wurde von Bewohnern berichtet, dass ein weitere junger Mann (ebenfalls aus Serbien) beim Eintreffen der Polizei aus dem Lager flüchtete und bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wieder aufgetaucht ist.

Break-deportation report from Refugee Community in Saafeld
http://thevoiceforum.org/node/4128

8. März

TAG DER ABSCHIEBUNG, TAG DER ANGST, TAG DES KNASTES

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Sie ist von sich selbst verschlungen
in Einsamkeit
wie ein leerer Raum.
Es begann zu regnen
die Kälte drang in ihre Haut.
Sie läuft achtlos
wie ein blutiger Delphin.
Die Erde ertrinkt
Sie spürt die Qual
und sieht ihren Sohn auf der anderen Seite.
Jemand hat ihm die Flügel abgeschnitten.
Er ist jetzt ein krimineller.

Ich schließe meine Augen und ich sehe ihn hinter den Mauern eingesperrt. Alles hängt ab von einem Papier dass mir die Erlaubnis gibt ihn zu besuchen und zu sprechen. Es sind Kilometer, Mauern und Gitter die uns trennen, aber ich denke, dass ein Teil auch von mir dort drinnen ist. Jedesmal wenn ich weiß dass ich dorthin gehe, bekomme ich Angst dass etwas passieren wird und sie mich nicht zu ihm lassen wollen. Sie haben über alles die Gewalt.

Du musst dich nach den Vorschriften verhalten, wenn du es nicht tust, wirst du bestraft. In dem Moment sobald du zur Anmeldestation kommst, werden als erstes dein Besucherschein und Pass kontrolliert und sie mustern dich. Nur weil du angeblich einen Verbrecher als Sohn oder Bruder hast!

Das Leben besteht aus warten und hoffen das wir uns wieder sehen und Kraft geben können. Wir halten unsere Tränen zurück, weil wir stark sein müssen. Unser Motto ist „Halt mal dich fest“. Wir alle sind im Knast. Manchmal kommunizieren wir durch Briefe oder selten durch Telefonate.

Um vier Uhr nachts: Junge Kosovarin mit Sohn abgeschoben

NÜRNBERG – Sie kamen mitten in der Nacht: Eine Mutter wurde gemeinsam mit ihrem eineinhalbjährigen Sohn aus Nürnberg in den Kosovo abgeschoben – ohne Vorankündigung. Jetzt kritisieren Grüne und ÖDP die “unnötige Härte” und einen “unwürdigen Umgang” mit der 23-Jährigen.

Die Frau war in der Nürnberger Flüchtlingsunterkunft in der Kunigundenstraße untergebracht. Sie war vor zwei Jahren nach Deutschland geflo­hen, hatte jedoch in einem ersten An­lauf vergeblich um Asyl gebeten.

Im Kosovo sei sie zwangsweise verheiratet worden, als der Vater von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Er habe die Schande und den Ehr­verlust vermeiden wollen und seine Tochter einem 15 Jahre älteren Mann anvertraut, der nicht der Vater des Kindes ist, so Schwemmer.
Vor ihrem gewalttätigen Ehemann floh die 23-Jährige nach Deutschland. In Fürth kam auch ihr Sohn zur Welt, der jetzt eineinhalb Jahre alt ist.

Nun wurde sie in einer Nacht-und-Nebel-Aktion gemeinsam mit ihrem Sohn abgeschoben – ohne Vorankündigung. Ein Vorgang, der jetzt für Kritik sorgt. http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/um-vier-uhr-nachts-junge-kosovarin-mit-sohn-abgeschoben-1.4373494