Abschiebung aus Saalfelder Unterkunft

Deportation terror on Roma refugees continues – KURZINFO: Nächtliche Abschiebung einer serbischen Familie aus Saalfeld!

Deportation is the hallmark of the states instigated suicidal terror on refugees to divide and keep us under control.

*22.März. 2016 | 02:00Uhr: *

*Abschiebung einer serbischen Familie aus Saalfelder Unterkunft*

In der vergangenen Nacht von Montag auf Dienstag wurden in Saalfeld mindestens drei Personen aus dem Flüchtlingslager in der Hans-Gottwalt-Straße von der Polizei entführt. Ein mit der serbischen Familie befreundeter Bewohner der Unterkunft hat die brutale Nachtaktion vor Ort mitbekommen und uns heute Nacht diese Nachricht geschickt:

„/Two police cars came with around 15 police men just now at 2 AM to our camp. They sneaked quitely into the house and entered the next room and took the Serbian family (three persons) without letting them to take their stuffs.. clothes, shoes , laptop ..no anything else more than just two small bags .. They police said they will send them back to Serbia now.
They all were crying. The father tried to commite suicide just before we arrived to Saalfeld in 2 weeks. I feel so disgusted and with much dissatisfaction now. I don’t know them directly in persons. But I know that we will never see them again.“/

Außerdem wurde von Bewohnern berichtet, dass ein weitere junger Mann (ebenfalls aus Serbien) beim Eintreffen der Polizei aus dem Lager flüchtete und bis zum jetzigen Zeitpunkt nicht wieder aufgetaucht ist.

Break-deportation report from Refugee Community in Saafeld
http://thevoiceforum.org/node/4128

8. März

TAG DER ABSCHIEBUNG, TAG DER ANGST, TAG DES KNASTES

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Sie ist von sich selbst verschlungen
in Einsamkeit
wie ein leerer Raum.
Es begann zu regnen
die Kälte drang in ihre Haut.
Sie läuft achtlos
wie ein blutiger Delphin.
Die Erde ertrinkt
Sie spürt die Qual
und sieht ihren Sohn auf der anderen Seite.
Jemand hat ihm die Flügel abgeschnitten.
Er ist jetzt ein krimineller.

Ich schließe meine Augen und ich sehe ihn hinter den Mauern eingesperrt. Alles hängt ab von einem Papier dass mir die Erlaubnis gibt ihn zu besuchen und zu sprechen. Es sind Kilometer, Mauern und Gitter die uns trennen, aber ich denke, dass ein Teil auch von mir dort drinnen ist. Jedesmal wenn ich weiß dass ich dorthin gehe, bekomme ich Angst dass etwas passieren wird und sie mich nicht zu ihm lassen wollen. Sie haben über alles die Gewalt.

Du musst dich nach den Vorschriften verhalten, wenn du es nicht tust, wirst du bestraft. In dem Moment sobald du zur Anmeldestation kommst, werden als erstes dein Besucherschein und Pass kontrolliert und sie mustern dich. Nur weil du angeblich einen Verbrecher als Sohn oder Bruder hast!

Das Leben besteht aus warten und hoffen das wir uns wieder sehen und Kraft geben können. Wir halten unsere Tränen zurück, weil wir stark sein müssen. Unser Motto ist „Halt mal dich fest“. Wir alle sind im Knast. Manchmal kommunizieren wir durch Briefe oder selten durch Telefonate.