Anti- Roma Pogrom in Kiev by Ukrainian Neo- Nazis

A group of Ukrainian neo-Nazis has forcibly evicted Roma from a camp in Kiev, bragging about the violent pogrom on Facebook. The move was slammed by Amnesty International as Congress voiced concern over Nazism glorification.

The neo-Nazis forced the Roma to flee their camp and then burned some of 15 tents belonging to the Roma, the NGO said. The radicals themselves boasted about their pogrom in a Facebook post and described their actions as “convincing and legal arguments.” They also claimed they “disposed of the litter” left over by the Roma and “safely burnt” their tents, as well as uploaded the photos of the devastated camp to social media.

Footage taken by local activists shows the far-right radicals chasing a group of Roma, which included many children, through the streets of the Ukrainian capital. The video, which was published on YouTube by a local news media outlet, shows the neo-Nazis throwing stones at women and children and using gas canisters against them.

“In the night from April 20 to 21, members of the radical C14 group wreaked havoc in the Roma encampment… in the Goloseevsky district of Kiev,” the Ukrainian office of Amnesty International, the international human rights NGO, said in a statement. The radicals used “gas canisters, bladed weapons and possibly even firearms” in their attack, the statement said, adding that some people, including children, sustained injuries in the incident.

“It is important to understand that anyone could become a target of such attacks: Roma, women, anti-corruption activists, Jews, [members of] the LGBT [community], as well as journalists, artists, students or writers,” Oksana Pokalchuk, the director of the Ukrainian office of Amnesty International, said, commenting on the issue.

Pokalchuk then went on to criticize the Ukrainian authorities for giving the radicals free rein. “No one can now be sure that they will not become the next target of the… radicals, who already got a feeling of impunity,” she said, adding that Ukrainian law enforcement services “remain inactive” in most such cases.

According to the statement, police officers, who arrived at the scene when the radicals already set the camp ablaze, just told the Roma that “everything was burning” and said that they should leave Kiev as soon as possible. Amnesty then called for an “urgent and effective investigation” of the incident, adding that Ukraine has “international obligations” to protect human rights.

Ukrainian authorities have been long turning a blind eye to the actions of various radical groups. In February, members of the same neo-Nazi C14 group stormed the building of the Russian international cultural agency in Kiev. They took a Russian flag from the facility, burned it and spray-painted slogans such as “Death to Russia!” and “Get out!” on the walls inside the building. However, Ukrainian police said at that time that they found “no material damage” resulting from the actions of the radicals.

In January, hundreds of ultranationalist vigilantes marched through Ukraine’s capital, saying that they were ready to use force to impose “Ukrainian order.” They also held a “swearing-in” ceremony in the center of Kiev, during which they vowed to “cleanse” the streets of “the rot like alcoholics and drug addicts.” At that time, police also just looked on.

The C14 is a particularly notorious group of Ukrainian ultranationalist radicals. It was founded back in 2010 and has close ties to the nationalist ‘Svoboda’ (‘Freedom’) party. A US-based Terrorism Research & Analysis Consortium (TRAC) has designated it as a paramilitary group that embraces an ideology of “racism” as well as “urban terrorism.”

In February 2018, a group of C14 radicals vandalized a monument to the Soviet soldiers who fought against the Nazis in the World War Two. The extremists destroyed the inscription, which said: “To those who defeated Nazism.”

The group has been involved in dozens of violent confrontations in Ukraine. Two of its members are suspected by Ukrainian investigators of murdering prominent Ukrainian journalist Oles Buzina in April 2015, the Ukrainian media reports.

The rise of neo-Nazism in Ukraine has recently provoked concerns in Washington. A bipartisan group of 57 US Congress members led by Reps. Ro Khanna (D-California) and David Cicilline (D-Rhode Island) sent an open letter to the acting US Secretary of State John Sullivan, particularly asking him to “exert diplomatic pressure on Ukraine” over what they called “recent incidents of state-sponsored Holocaust denial and anti-Semitism.”

The members of the Congress drew attention to the fact that Ukrainian authorities openly pursue a policy of “glorifying Nazi collaborators, including Stepan Bandera, Roman Shukhevych and the Organization of Ukrainian Nationalists (OUN) as well as the Ukrainian Insurgent Army (UPA),” adding that “these paramilitaries and individuals … bear responsibility for the murder of thousands of Jews, 70,000-100,000 Poles, and other ethnic minorities between 1941 and 1945.”

https://www.rt.com/news/425153-ukraine-neo-nazis-roma/

Woher kommt der Begriff „Bohémiens“?

Die Manouches sind seit Langem in Frankreich, seit dem Jahr 1419 und sprechen ein Romani mit einem großen Anteil Französisch. Sie wanderten aus Kleinasien (der heutigen Türkei) über Böhmen und Mähren nach Mitteleuropa. Seit dem 15. Jahrhundert titulierte man Roma in Frankreich mit dem Namen „Bohémien“. Gemäß Jean- Paul Clébert trafen erstens „authentische“ Böhmen (slawische „Stämme“ in Böhmen, französisch Bohémiens) in Frankreich im frühen Mittelalter ein. Als sie dann eine dynamische Gruppe schufen innerhalb der Vaganten (Goliarden) und Vagabunden, die sich den karolingischen Heeren anschlossen, übertrug sich die Bezeichnung Bohémien auf die Vaganten gemeinhin. Schließlich als die ersten Romgruppen in Frankreich in einer Aufmachung auftraten, der dem Vaganten gleichkam, wurden auch sie Bohémien genannt. Daraus lässt sich die Herkunft des Begriffs Bohémien ableiten, dass heute im Sinne von leichtlebige und unkonventionelle Künstlernatur verwendet wird.

Weiterhin kamen Roma zur selben Zeit wie die Einrichtung der Gilde der Geusen (gueux, französisch Bettler) in Frankreich an. Dazu werden kontroverse Standpunkte vertreten ob und wie Roma und die sogenannten „Gefährlichen Klassen“ kollaborierten. Trotz alledem ordnete man sie zwangsläufig den „Gefährlichen Klassen“ zu, wie ihre soziologische Bezeichnung Bohémien lautet. Die Gilde der Geusen war hi­e­r­ar­chi­sie­rt in fünf Kategorien: a) Soldaten (Glücksritter), b) Tabulettkrämer und Hausierer, c) Bettler, d) Bohémiens und Egyptiens und e) Diebe. Der Autor Jean- Paul Clébert leitet eine Brüderschaft zwischen Roma und Geusen ab, da ihr Dasein großenteils auf die Verbündung angewiesen sei. In der Periode von 1346 bis 1452 haben die Große Pest und der Hundertjährige Krieg Frankreich in eine Wüstenlandschaft transformiert. Es hieß, dass man „andere fressen musste, um nicht gefressen zu werden“. Außerdem verblieben Roma in einer Bevölkerung die sie an den Rand stießen nichts anderes als zu vagabundieren sich mit den falschen Eremiten, Vaganten und sogenannten Gottesmännern zusammen zu schließen.

Die Konfession der Roma zeigt ein widerspruchsvolles Bild. Sie wurden aufgrund des Büßertums sowohl in christliche Verhältnisse eingegliedert, als auch weit weg vom Christentum. Als Gründe hierfür können der Dienst der Frauen als Wahrsagerinnen, die vorgeworfene Spionagetätigkeit für die Türken, oder die Darstellung als „Heiden“ oder „Tataren“ genannt werden. Zu den unliebsam beurteilten Faktoren „gehörten soziales (Diebstahl), religiöses (Wahrsagen) oder politisches Fehlverhalten (unterstellte Kundschaftertätigkeit für die Türken) und ästhetische Störfaktoren wie die „schwarze“ Hautfarbe“. Während Diebstahl und Wahrsagerei in den Quellen nachweisbar ist, können keine die Tätigkeit der Spionage Bestätigen. Ein weiterer wichtiger Punkt ist, dass alle religiösen und sozialen Verstöße, die auch andere verübten, bei Roma betont wurden, das heisst über die kollektive Zuschreibung zu einem vermeintlichen Attribut ihrer ethnischen Zugehörigkeit konzipiert wurde.

Im Jahre 1427 als Roma erstmals in Paris ankamen, exkommunizierte sie der Erzbischof von Paris. Die Begründung dafür war der Vorwurf des Diebstahls, Erpressungen und Betrügereien. Des Weiteren bezichtigte man sie sich von Schwindeleien zu ernähren, schwarze Magie zu vollführen und insbesondere nicht zugehörig zu sein. Die Zeitspanne zwischen dem 16. und 17. Jahrhundert war durch die Machtkämpfe der Kirche dominiert. Sie buhlten für die ökonomische und politische Macht gegen die neuen Religionen dem Protestantismus und Calvinismus. Das fortbestehen der Roma war durch die Güte der Bevölkerung und der lokalen Machtinhabern beherrscht. Es lag aber auch vor allen Dingen an der Anpassungsfähigkeit, Klugheit und Umsicht der Betroffenen ab. Das hat zur Folge, dass Roma Überlebenstechniken entwickelten, unter anderem hielten sie sich „lautlos und unsichtbar in den Wäldern und Heiden“ auf und offerierten attraktive Dienstleistungen oder Waren, wie Wahrsagerei und Märchen, Zaubermittel und Haushaltswaren an. Hier sei noch einmal hervorgehoben, dass auch Roma von den Inquisitoren verfolgt wurden aufgrund der Heilkunde und Wahrsagerei. Des weiteren bekamen Roma vom Pariser Parlament ein Ausweisungsbefehl und ihnen wurde mit der Galeerenstrafe gedroht. Da vielfach die Galeeren zu voll waren, bekamen sie andere Strafen, beispielsweise wurden sie „an den Pranger gestellt, ausgepeitscht und gewippt, oder es wurden ihnen die Ohren abgeschnitten“.

Wir sind einmal Vögel gewesen

Image credit: Bjorn Olesen

Ja, so sind wir Roma geworden. Wir hatten alle Flügel, ich meine, die damals gelebt haben, und wir verdienten unser Brot nicht mit Buti und Tschore, wir flogen nur immerzu und aßen, was die anderen aßen. Im Herbst, wenn schon schudripe hi odjari – das heißt, wenn es draußen anfing kalt zu werden- schwangen auch wir uns mit den anderen Vögeln in die Luft und flogen weit weg nach Afrika.

Hatten wir es an dem einen Ort satt, flogen wir weiter. Passte es uns dort auch nicht mehr, suchten wir uns wieder einen neuen Platz – so lebten wir.

Na, aber auch das war nicht das Paradies, der Vogel im Käfig hat es besser.
Der närrische Gadscho, der sich ihn hält, hätschelt ihn- tschiriklori, werebori- und streut ihm jeden Tag sein Futter hin. Aber der freie Vogel muss es sich selber verschaffen, da hilft nichts.
Aber er ist frei.

Ich will es kurz machen. Als wir schon viele, viele Tage über eine dürre Gegend geflogen waren, hungrig und durstig, da geschah es eines Abends. Es war eigentlich erst Dämmerung, denn man konnte noch sehen, dass unter uns fette Äcker lagen.
Unser Führer, der Vajda, ich meine der Vogelvajda, gab mit einem Winken der Flügel das Zeichen zum Landen, und wir ließen uns nieder und begannen die feinen Weizenkörner zu picken.
Wir aßen und aßen, und aßen uns ganz voll nach den vielen Tagen bokhalipe, so dass wir am selben Tage gar nicht weiterfliegen konnten. So blieben wir dort bis zum nächsten Morgen, und dann fingen wir wieder an zu essen, denn wir waren wieder hungrig. Da konnten wir uns wieder nicht aufschwingen, und es wurde Mittag und Abend, und die Nacht fand uns immer noch dort.

Dabei wurden wir dick und fett. Auch wenn wir es gewollt hätten, wären wir nicht imstande gewesen, wieder aufzufliegen. Dann gewöhnten wir uns an das gute Leben, dass wir nicht hierhin und dorthin fliegen mussten und alles fanden, wo wir waren. Bald hatten wir nicht nur das Fliegen verlernt.
Nicht einmal hüpfen konnten wir mehr, nur noch langsam und behäbig schreiten.

Es kam der Herbst, und der schöne Acker begann zu welken. Es wuchs nichts mehr, und die Körner, die auf der Erde verstreut waren, die halfen uns Ratten und Mäuse aufzuklauben.
Was konnten wir tun? Wir machten uns ans Speichern, wie wir es den Feldtieren abgeguckt hatten.
Wir kratzten Gruben in die Erde, verschalten sie und hinein, was wir noch übrig hatten.
Dann deckten wir das ganze zu. Schließlich gingen wir daran, uns aus Reisig und Stroh kleine Hütten zu bauen, wo wir überwintern konnten.

Bei der Arbeit wurden uns die Beine dick und dicker, und aus unseren Flügeln wurden Arme.
Vorbei war es mit dem schönen Leben, mit dem Fliegen von einem Land ins andere.
Ja, und so sind wir rumänische Roma – so schloß der puro Roma – auch jetzt noch Vögel.
Haben wir unsere Zelte im Tal aufgeschlagen, sehnen wir uns auf den Berg hinauf, und wenn wir oben auf dem Berge sind, möchten wir hinunter ins Tal. Aber jetzt müssen wir zu Fuß gehen.

Doch wir sind nicht verzagt und leben nicht knauserig, denn eines Tages werden wir uns in Vögel zurückverwandeln.